Deine wilde ursprüngliche Kraft

Heute möchte ich dir schreiben über mein „Steckenpferd“:
deine wilde ureigene ursprüngliche Kraft wieder zu entdecken.

Mit „wild“ meine ich dabei nicht unzivilisiert oder außer Rand und Band.
Sondern diesen wilden, ursprünglichen Urkern in dir.

Wildtiermäßig.

Denn Tiere – besonders Wildtiere – können wunderbare Lehrer sein für ein naturgemäßes Leben.
Ein Leben gemäß der eigenen Natur.

Wieder zu entdecken, wer wir sind, wenn wir ganz ursprünglich wir selbst sind.
Unter all den Schichten von Erziehung, Anpassung und Konditionierung.

Und das müssen gar nicht die „großen“ offensichtlichen Dinge sein.

In unserer Gesellschaft gibt es so viele unsichtbare Regeln darüber,
wie man zu sein hat,
wie man sich verhält,
was „normal“ ist und was nicht.

Und oft ordnen wir uns dem unbemerkt unter.
Unsere Impulse.
Unseren Körper.
Unser eigentliches Wesen.

Manches davon merken wir gar nicht mehr,
weil wir es schon so lange tun.

Doch gesund ist das nicht.
Unserer Natur entspricht es auch nicht.

Vielleicht magst du einmal beobachten:
Wie vielen Impulsen von dir folgst du eigentlich direkt?
Und wie viele unterdrückst du?

Oft geht das so schnell,
dass wir es kaum bemerken.
Und manchmal drücken wir sogar das ungute Gefühl darüber weg,
bevor es überhaupt richtig auftauchen kann.

Was bleibt,
ist oft eine stille Unzufriedenheit.
Ein Funktionieren.
Ein Gefühl von Leere.
Ein Verlust von Kontakt zu uns selbst.

Dafür suchen wir dann Kompensation.
Die Serie am Abend.
Das Glas Wein oder Bier zu viel.
Shopping.
Süßigkeiten.
Ablenkung.
Und bei jedem sieht das ein bisschen anders aus.

Wie sähe denn der andere Weg aus?

Verkörpert.
Verbunden.
Dem Leben mit allen Sinnen zugewandt.
Fließend den eigenen Impulsen folgen.
Der eigenen Natur gemäß leben.

Und eigentlich kennen wir es ja.

Im Urlaub erlauben wir uns diesen Luxus.
Oder wenn wir unter der Dusche laut singen.
Beim Backen zu Musik durch die Küche tanzen.
Barfuß über eine Wiese laufen.
Oder plötzlich tief durchatmen und merken:
Ah. Da bin ich ja.

Doch der erste Schritt zurück zu uns selbst beginnt oft damit,
uns überhaupt wieder zu spüren.

Nicht nur geistig oder emotional.
Sondern ganz praktisch körperlich.

Wie atme ich eigentlich gerade?
Wo bin ich fest?
Wo weich?
Wo wird mein Körper weit?
Wo eng?
Spüre ich mich überhaupt wirklich?
Oder funktioniere ich nur?

All diese Unterschiede spüren wir zuerst körperlich.

Und genau dort beginnt auch der Weg zurück zu mehr Lebendigkeit.

Der körperliche Weg ist auch der Weg,
uns selbst kennenzulernen.

Wo und wann geht es mir gut?
Wo zieht sich etwas zusammen?
Wo prickelt Leben in mir?
Und wo ist nur Leere oder Taubheit?

Und körperlich können wir diese Zustände verändern.
Mit Bewegung.
Mit Hinwendung.
Mit Beobachtung.
Mit neuen Erfahrungen.

Denn wenn du einmal spürst,
wie sich ein lebendiger Körper anfühlen kann,
erkennst du auch leichter,
wann du dich selbst wieder „runterdimmst“.

Das fühlt sich am Anfang vielleicht nicht schön an.
Zu merken,
wo du eigentlich gar nicht richtig da bist.

Aber es ist ein Weg raus aus Funktionieren
und hinein in echte Lebendigkeit.

Ich bin diesen Weg selbst gegangen – und gehe ihn noch immer.

Nicht perfekt.
Aber echter.

Und ich möchte diesen Weg nicht mehr missen.

Er hat mich zu viel mehr Lebendigkeit,
Freude und Tiefe geführt.
Auch durch Schmerz hindurch.

Denn auch das gehört zum Lebendigsein dazu.

Unschöne Gefühle wegdrücken
und nur die schönen fühlen wollen,
ist auch eine Art von „halbtot“.

Das Leben wird vielleicht weniger beschönt.
Aber dafür echter.
Und genau dadurch oft viel schöner.

~

Kleine Reise zu deinem inneren Wildtier

Schließe deine Augen und spüre deine Füße am Boden.

Atme ein paarmal tief durch.
So, dass du dich selbst hören kannst.

Beginne dann langsam,
mit deinen Füßen auf den Boden zu tappen,
als wären es Tatzen,
die durch den Wald streifen.

Lass deine Muskeln beweglicher werden.
Deinen Blick wacher.
Deine Sinne weiter.

Zieh die Gerüche deiner Umgebung bewusst in deine Nase.
Höre alle Geräusche.
Spüre deinen Körper.

Nun beginne,
mit deinen Händen deinen Körper zu reiben und zu kneten,
als würdest du jede einzelne Zelle aufwecken.

Lass ein leichtes Schütteln oder Vibrieren durch deinen Körper gehen.
Sinke tiefer in das körperliche Erleben.

Und dann:
Bewege dich wie ein Tier.

Schau wie ein Tier.
Höre wie ein Tier.
Spüre wie ein Tier.

Vielleicht zeigt sich dabei ein bestimmtes Tier.
Vielleicht auch nur ein Gefühl,
eine Qualität,
eine neue Art dich wahrzunehmen.

Und dann geh damit ein Stück durch deine Wohnung,
durch den Garten
oder bei deinem nächsten Spaziergang durch die Natur.

Vielleicht 10 Minuten.
Vielleicht länger.

Und beobachte:

  • Wie nimmst du deine Umgebung wahr?
  • Wie fühlst du dich?
  • Was verändert sich in deinem Körper?
  • Welche Qualitäten zeigen sich?

Genieße diese Erfahrung solange sie dir gut tut.

Und wenn es genug ist,
werde langsam wieder langsamer in deinen Bewegungen.

Spüre deine Kleidung.
Spüre den Boden unter deinen Füßen.
Atme tief.

Reibe deine Hände kräftig aneinander
und streiche damit ein paarmal über deinen Körper.

Hüpfe ein wenig.
Schüttel dich.
Mach Grimassen.
Gähne und strecke dich.

Und dann mache am besten etwas ganz „Menschenmäßiges“ 🙂
Vielleicht einen Tee kochen.
Oder einfach still dasitzen und dem Erleben nachspüren.

~

Vielleicht spürst du jetzt ein kleines bisschen mehr von dir selbst.

Und vielleicht ist genau das der Anfang.

~

Möchtest du tiefer eintauchen?

Meine Erfahrungs- und Erlebnisräume in der Natur laden dich ein,
dich selbst körperlich neu zu erleben,
deine Lebendigkeit zu spüren
und deiner ursprünglichen Natur wieder näher zu kommen.

Mit Körperarbeit, Shaking, Naturbegegnung und Elementen aus der schamanischen Arbeit öffnen wir Räume für echte Erfahrung – außerhalb von Funktionieren und Anpassung.

Hier findest du meine aktuellen Termine und Angebote:

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